Neujahrsempfang Probe 05.01.2012:
Sekte der SMW (Saar-Mosel-Winzersekt) Trier
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Sekt des Monats: | | Link zum Probeergebnis |
Name | | SMW Reserve (Sonderabfüllung Rheinischer Weinkonvent) |
Rebsorte | | Riesling |
Jahrgang / Ausbau | | 1987 / trocken, 20 Jahre Hefereife, handgerüttelt, degorchiert 12/2007 |
Lage / Region | | Mosel |
Erzeuger / Anbieter | | smw (saar mosel winzersekt) |
Vol% / RZ / RS | | 12 % / 22 RZ / 9,5 S |
Preis / Punktedurchschnitt | | -.- / 16,88 Pkt. |
1. Akt: Besichtigung der Klosterkirche St. Andreas
Selbst das Sturmtief "Andrea" konnte noch so toben:
Der traditionelle Neujahrsempfang wurde trotzdem nicht verschoben.
Die namensgleicheSt. Andreas-Klosterkirche war Beginn der Tour.

Eindrucksvoll und romanisch-stilistisch sauber stellte sie sich vor.
Die traditionelle Krippe war altmodisch und daher für Köln nicht rar,
doch die Kölsche Brauerkrippe stellte sich völlig neu dekoriert dar -
etwas ganz besonders Eindrucksvolles in diesem Jahr.
Der Rundgang in der Kirche mit ihrem wertvollen Inventar
stellte für viele Teilnehmer eine Premiere dar.
Reliquien jeder Art wurden sehr geschätzt und bewundert
und haben zur weiteren Erkundung der Kirche ermuntert.
Historische Altarbilder wie die Madonna im Mantel im alten Stil
bedeuteten den frommen Dominikanern sehr viel.

So kamen wir auch zum Makkabäer-Schrein,
der war besonders eindrucksvoll - auch ohne Wein.
Die neuen Fenster sind ein künstlerischer Hochgenuss;
danach gingen wir in die Krypta zum Grab vom Albertus Magnus.
Der Eindruck an diesem heiligen und stillen Ort
setzte die Begeisterung der Besucher weiter fort.
2. Akt: Besuch im Weinhaus Vogel am Eigenstein

Danach ging's auf den Eigelstein ins Weinhaus Vogel zum berühmten Hopfenblut.
Damit tranken wir uns an für die tolle Sektprobe neuen Mut.
3. Akt: Sektprobe
Im Regenguss auf leichtem Fuß rannten wir zu unserem Quartier;
klar war uns schon: hier gab es kein spezielles Würzburger Bier.
Champagne-artige Sekte und Cremants von der Mosel aus Trier
erwarteten uns für den restlichen Abend hier.
Ulla hatte mit ruhiger Hand ein tolles Buffet für uns geschmückt,
das wegen seiner Spezialitäten besonders entzückt:
Kartoffelbrot aus dem Siegerland und Klosterschinken, delikat serviert,
wurde mit einer italienischen Weißbrotart garniert.
So wurde der Magen für die anspruchsvolle Sektprobe gut präpariert.

Der Reigen begann mit einem Cremant vom Jahr Zweitausendneun,
dies konnte als Eröffnung des Sektparcours nicht besser sein.
Eingestimmt auf gute Sekte war der Riesling Nummer zwei
gleich bei den jüngeren Cremants ganz vorne dabei.
Cremant der Mosel ist seit 1998 ein elitäres europäisches Produkt,
dagegen angehen hatte die Champagne-Liga lange gejuckt.
Doch ohne Erfolg, denn auch die Nummer 3 als Elbling war vorne dabei.
An dieser Stelle der Probe: Die Nummer eins war der Weißburgunder;
er wurde jedoch schnell vertrieben vom 91er Elbling, das war kein Wunder.

Der kam schon zum Kreis der TOP-Favoriten und hielt sich da konstant.
Beim Riesling von 1990 hatte der Kellermeister eine weniger gute Hand;
doch die Zeit, als 1989 das Brandenburger Tor keine Mauer mehr "ziert",
hatte ihn sehr stark bewegt und zu einem sehr exklusiven Sekt motiviert.
So etwas zu finden in deutschen Land nach dieser Zeit
wird niemandem gelingen im Osten und Westen 2012 zu jeder Zeit !!!
Danach wurde es sehr speziell und schwierig, und die Frage stellte man,
sollen wir den Sekt bunkern und vererben an wen?
Das berühmte Riesling-Petroleum war überhaupt nicht dominant;
warum ist es aber bei alten Rieslingen so bekannt ?
Fragen über Fragen entstanden bei den beiden letzten Sekten,
die alle aus bekannten Gründen unsere Interessen weckten.
Die Punktung zeigt den Sinn der Arbeit der SMW:
Mit der extrem langen Hefelagerung tut man keinem Riesling weh
(jedoch gelegentlich und eventuell dem Portemonnaie).
Doch gibt es immer wieder Gründe und Gelegenheiten,
seine Großzügigkeit und Spendierfreudigkeit zu zeigen.
Dann braucht man außrgewöhnliche Tropfen mit Charakter & Charme.
Daran waren alle unsere Sekte wirklich nicht arm!
Ein Bravo kam aus aller (fast 30) Munde,
denn die genossen den Sekt zum Neujahrsempfang in harmonischer Runde.
Zum Schluss ein Wort des Dankes an alle engagierten Persönlichkeiten:
Lassen auch Sie sich gelegentlich eine schöne Sektprobe von der SMW bereiten!
Adolph Schmitt hat aus der SMW-Kellerei eine Superleistung präsentiert
und die SMW in Trier bei uns bestens eingeführt.
Zwischenspiel: Aktuelle Informationen zum Weinrecht
Im Bericht des Ehrenmitglieds Martin Kühn über das aktuelle Weinrecht
erstaunten sich viele Teilnehmer auch nicht schlecht.
Die Zukunft gilt jetzt deutlicher als je zuvor der Lage und der Herkunft,
so hat vielleicht der deutsche Top-Wein eine noch bessere Zukunft.
Die Ausstattung der Etiketten ist klar und prägnant,
so werden Ross & Reiter ganz deutlich ge- und benannt.
Wir erfuhren viele Dinge, die uns nun wieder überraschen.
Sind nun die unklaren Zeiten etwa vorbei, die laschen?
Aber auch die Hintertürchen wurden uns nicht vorenthalten,
so wissen wir aber etwas mehr, um künftige Proben optimal zu gestalten.
Mehr zum Thema: www.mulewf.rlp.de/weinbau/weinbezeichnungsrecht
Ein schöner langer Abend nahm ein tollen Verlauf.
Einen herzlichen Dank an alle fleißigen Hände! Wir sind stolz darauf!
Ein gutes Jahr 2012 soll der Lohn dafür sein.
Mit einem ehrlichen "Prosit!" stimmen wir uns ein. HRS