Probe 01.09.2011: Breisgauer Weingüter, präsentiert von Pit Falkenstein (Baden-Station V)
Bericht über die Weinprobe mit Senior Weintester Pit Falkenstein Köln
Er testet deutsche Weine seit fast 40 Jahren,
so ist Pit Falkenstein bekannt und sehr erfahren.
Wir luden ihn ein in unsere Runde,
um zu erfahren die Neuigkeiten aus seinem Munde.
Die Testweine des Tages kam aus dem südlichen Breisgau,
wo der genau liegt, wussten etliche Besucher nicht so ganz genau.
Drum gingen wir ohne Scheu und Vorurteile an die schwere Arbeit,
hatten allerdings für die vielen Weine relativ viel Zeit.
Es gibt los mit zwei Weinen aus Heimbach vom Gallushof
die waren biologisch ausgebaut, die Begeisterung war aber nicht so groß.
Der Rivello, eine Müller-Riesling-Cuvée vom Weingut Mösner, konnte auch nicht heftig punkten,
trotzdem wurde er als Rarität mit großem Interesse getrunken.
Der weißbärtige Winzer vom Weingut Weber war bei uns im Kreis bekannt,
trotzdem wurde der Weißburgunder nicht als späterer Gewinner genannt.
Die Story der Shelter Winery klingt spannend und faszinierend,
gleichwohl war der Blanc de Noir nach Oregon-Vorbild nicht so imponierend.
Der geheime Favorit war die Nummer 6 von Moosmann,
aber auch dieser Wein kam nicht ganz in der Spitze an.
Der Grauburgunder von Holub, den Hobbywinzern aus Tutschfelden,
war trotz Spätlese geschmacklich äußerst kompliziert, ja sogar selten.
Auch „die Zwei“ von Andreas Bieselin erlösten uns nicht aus der Problemzone -
wann kommt endlich ein Weine ohne Wenn & Aber, einfach nur erste Sahne?
Das Weingut Jägle aus Kenzingen schickte einen bewährten Chardonnay,
sehr holzig und sehr traditionell gemacht, aber für alle endlich das OKAY;
ein bekannter und traditioneller Wein, von dem man denkt:
Keine besondere Spezialität, ähnlich Kalifornien, ja eigentlich geschenkt.
Doch er schlug sie alle, die Exklusiven, die Ausgefallenen, die Experimentellen
mit guten Standardwerten, aber auch viel Alkohol schien allen zu gefallen.
Der Sauvignon-Blanc aus bestem Hause war viel zu teuer,
geschmacklich war er auch wegen des geringen Alkohols niemand geheuer.
Ein Rosé aus der tollen Barockstadt vom Spätburgunder
ging in der Menge des vielseitigen Angebots auch klanglos unter.
Bei der Erfassung der Punkte schien es sonnenklar,
Moosmanns Spätburgunder stellt die rote Speerspitze der Probe dar.
Doch die Addition zeigte andere Zahlen,
so konnte sich das Weingut nicht auf den allerersten Plätzen aalen.
Auch wenn sich süddeutsche Landsleute zu Partner liieren,
hatten die Zalwander in dieser Probe viel zu verlieren.
Preise und Qualitäten standen auch hier wieder in keiner guten Relation
doch das begleitete uns durch die gesamte Probe schon.
Wir bedanken uns bei Pit für die interessante Chance zur Verkostung
einer Region mit einem Potential zur konstruktiven Entwicklung.
Der Grundstein ist optimal gelegt durch viel kreatives Potential.
Wir beobachten diese Region und verkosten mal wieder diagonal.
Allen Beteiligten ein herzliches Danke, dem Pit eine große Anerkennung.
Wir freuen uns auf die nächste Probe mit einer anderen Herausforderung.
Auch Olli gilt der Dank für die Mühe und schnelle Reaktion.
So hatten wir einen tollen Abend ! HRS